Die Lüneburger Synagoge wurde 1892 an der Reichenbachstraße errichtet und bot rund 200 Personen Platz. Sie war über Jahrzehnte das religiöse und kulturelle Zentrum der jüdischen Gemeinde. Im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung wurde die Gemeinde schrittweise entrechtet und schließlich gezwungen, die Synagoge weit unter Wert zu verkaufen und den Abriss selbst zu finanzieren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand keine neue jüdische Gemeinde in Lüneburg. Seit 2018, dem 80. Jahrestag der Pogromnacht, erinnert an der historischen Stelle eine Gedenkstätte an das jüdische Leben in der Stadt und an die Opfer der Schoah.
Die Ehrenvorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e. V., Ela Griepenkerl, hatte die Initiative für die Neugestaltung ergriffen und den Kontakt zu Architekt Carl-Peter von Mansberg hergestellt. In einem Arbeitskreis haben sich viele Stellen im Entstehungsprozess eingebracht, neben Hansestadt und Gesellschaft, auch die Kirchen, die Geschichtswerkstatt, die VVN, das Museum, Prof. Dirk Stegmann, die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, der Kultur- und Partnerschaftsausschuss und viele mehr.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf 240.000 Euro, finanziert wurde das Projekt maßgeblich durch Spenden. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e.V. hat die Einwerbung der Spendengelder unter Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters Ulrich Mädge übernommen.
50.000 Euro kamen von der Hansestadt Lüneburg, ebenso 50.000 Euro von der Sparkassenstiftung Lüneburg, weitere 25.000 Euro trugen die Industrie- und Handelskammer Lüneburg (IHK) sowie 20.000 Euro der Landkreis Lüneburg.
Hinzu kamen Spenden der Lutherischen Landeskirche, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsen, des Bistums Hildesheim, des Dekanats Lüneburg und des Lüneburger Unternehmers Henning J. Claassen. Weitere Unterstützer des Projekts sind das Museum Lüneburg und die Geschichtswerkstatt Lüneburg. Insgesamt hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e. V. mehr als 48.000 Euro in Form von Einzelspenden und Kirchenkollekten gesammelt.