In diesem Februar hat sich die 27. Landessynode der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers konstituiert. Viele Synodale wurden neu gewählt und bringen neue Perspektiven und Erfahrungen mit.
Eine von ihnen ist Sophie Paulig aus Bardowick im Kirchenkreis Lüneburg. Die 23-Jährige engagiert sich seit Jahren in der evangelischen Jugendarbeit und studiert Religionspädagogik und Soziale Arbeit. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, ihre Themen und ihre Vision für die Kirche der Zukunft.
Warum haben Sie für die 27. Landessynode kandidiert?
Paulig: Mir ist wichtig, dass sich junge Menschen stärker in die kirchliche Gremienarbeit einbringen und an Entscheidungsprozessen beteiligt sind. Viele der Entscheidungen, die heute getroffen werden, wirken langfristig – und gerade junge Menschen werden sie in Zukunft mittragen müssen.
Als junge Synodale bringe ich meine Erfahrungen aus der evangelischen Jugend sowie aus meinem Studium der Religionspädagogik und Sozialen Arbeit ein. Dadurch kann ich einen anderen Blickwinkel einbringen und die Ideen und Wünsche junger Menschen stärker in die Landessynode tragen.
Welche Themen sind Ihnen wichtig?
Paulig: Neben den Anliegen junger Menschen liegt mir besonders das Ehrenamt am Herzen. Ehrenamtliche werden in Zukunft einen immer größeren Teil der kirchlichen Arbeit tragen. Deshalb ist es wichtig, sie als eigene Zielgruppe ernst zu nehmen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und ihre Arbeit wertzuschätzen.
Außerdem muss sich Kirche stärker mit Fragen von Ressourcen und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Nur wenn wir verantwortungsvoll mit unseren Möglichkeiten umgehen, bleiben wir auch in Zukunft handlungsfähig.
Wie sieht für Sie die ideale Kirche der Zukunft aus?
Paulig: Für mich ist Kirche vor allem ein Ort der Begegnung. Sie hat die Chance, Traditionen und neue Wege miteinander zu verbinden und Räume für Austausch zu schaffen.
Insbesondere für junge Menschen kann Kirche ein Safe Space sein – ein Ort, an dem sie sich ausprobieren, ihre Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen können. Diese Räume zu bewahren und weiterzuentwickeln, ist mir sehr wichtig.