In diesem Februar hat sich die 27. Landessynode der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers konstituiert. Viele Synodale wurden neu gewählt und bringen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mit.
Einer von ihnen ist Tom Ziggel aus dem Kirchenkreis Uelzen. Im Interview spricht er über seine Motivation, zentrale Herausforderungen und seine Vision für die Kirche der Zukunft.
Warum haben Sie für die 27. Landessynode kandidiert?
Tom Ziggel: Unsere Kirche steht vor großen Herausforderungen – etwa sinkenden Mitgliederzahlen und dem demografischen Wandel. Auch unsere Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen werden älter.
Ich bin überzeugt, dass wir diese Aufgaben nur gemeinsam bewältigen können. Die Landessynode kann wichtige Weichen stellen, damit Kirchengemeinden und Kirchenkreisämter vor Ort gut arbeiten können und kirchliches Leben auch in Zukunft gelingt. Daran möchte ich mitwirken.
Welche Themen sind Ihnen wichtig?
Ziggel: Ein zentrales Anliegen für mich ist Gleichberechtigung – zwischen allen Geschlechtern und auch mit Blick auf marginalisierte Gruppen. Jeder Mensch soll sich gehört fühlen und eine Stimme haben, die ernst genommen wird.
Auch LGBTQ-Themen sind mir wichtig. Wenn wir eine zukunftsfähige Kirche sein wollen, müssen wir offen und inklusiv denken und handeln.
Wie sieht für Sie die ideale Kirche der Zukunft aus?
Ziggel: Die Kirche der Zukunft ist offen für alle Menschen – unabhängig davon, wo sie herkommen, welches Geschlecht sie haben oder wie sie leben.
Sie begegnet den Menschen auf Augenhöhe und bleibt gleichzeitig eine verlässliche Größe im Leben – auch wenn sie sich immer wieder verändert. Für mich ist sie eine Konstante, die sich weiterentwickelt.