Wolfsburg, 3. August 2026
Mit großer Trauer nimmt der Sprengel Lüneburg Abschied von Hendrik Wolf-Doettinchem. Der Kirchenkreisvorsteher und langjährige Synodale ist am 3. August 2026 im Alter von 68 Jahren verstorben.
„Mit seinem Tod verlieren wir einen profilierten Synodalen und einen verlässlichen Weggefährten“, sagt Regionalbischöfin Marianne Gorka. „Wir vertrauen darauf, dass sein Leben in Gottes Hand geborgen ist. Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie und allen, die um ihn trauern.“
Kirche zukunftsfähig gestalten
Hendrik Wolf-Doettinchem gehörte seit 2010 in mehreren Amtszeiten der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers an. In der 27. Landessynode wurde er in den Landessynodalausschuss gewählt. Darüber hinaus war er über viele Jahre im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen engagiert, unter anderem als Kirchenkreisvorsteher und Mitglied des Kirchenkreisvorstands.
Als Diplom-Betriebswirt brachte er seine wirtschaftliche und unternehmerische Erfahrung in die kirchliche Arbeit ein. In einem Interview für den Sprengel Lüneburg sagte er: „Da ich bereits zehn Jahre Erfahrung in der Landessynode habe und die Zeiten herausfordernder werden, möchte ich meinen unternehmerischen und wirtschaftlichen Blick einbringen.“
Zugleich war ihm bewusst, dass diese Perspektive in der Kirche noch stärker vertreten sein müsse: „Ich glaube, wir haben in der Kirche noch zu wenige Unternehmer und Wirtschaftsleute, die diese Perspektive einbringen.“
Wolf-Doettinchem arbeitete unter anderem im Rechtsausschuss, im Ausschuss für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit sowie in Gremien zu Verfassungsfragen und zur kirchlichen Kommunikation mit. Mit klarem Urteil und großer Sachkenntnis begleitete er zentrale Fragen des Kirchenrechts, der kirchlichen Verfassung und der strategischen Entwicklung der Landeskirche.
Sein Anliegen war es, Veränderungen nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu gestalten. „Ich möchte Veränderung mitgestalten, damit vieles einfacher wird und wir die Energie stattdessen ins Gemeindeleben stecken“, sagte er im Rahmen der 27. Landessynode.