Kai Schöneweiß als Kirchenmusikdirektor für den Fachbezirk Süd im Sprengel Lüneburg eingeführt

Pressemitteilung 25. August 2026

In einem Gottesdienst in der St. Nicolaikirche Artlenburg ist Judith Bollongino am Sonntag, 16. August, zur Pastorin ordiniert worden. Regionalbischöfin Marianne Gorka führte sie im Beisein zahlreicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Angehöriger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden in den Dienst der öffentlichen Verkündigung in Wort und Sakrament ein.

Celle, 23. August 2026

In einem Gottesdienst in der Stadtkirche St. Marien Celle ist Kai Schöneweiß am Sonntag, 23. August, als Kirchenmusikdirektor für den Fachbezirk Süd des Sprengels Lüneburg eingeführt worden. Der Kirchenmusiker leitet künftig die Celler Stadtkantorei und übernimmt die Fachaufsicht für die kirchenmusikalische Arbeit in fünf Kirchenkreisen. Regionalbischöfin Marianne Gorka würdigte Kirchenmusik als tragende Kraft für Glauben, Gemeinschaft und die Zukunft der Kirche.

Kirchenmusik als „Klangraum für Gott“

In ihrer Predigt beschrieb Gorka Kirchenmusik als einen Raum, in dem Menschen Gottes Nähe erfahren können. „Musik schafft Raum. Kirchenmusik schafft einen Raum für Gott“, so die Regionalbischöfin. Sie nahm dabei den Predigttext aus dem 1. Korintherbrief auf: Christus sei das Fundament, auf dem Kirche gebaut werde.

Kirche sei kein fertiges Gebäude, sondern bleibe eine gemeinsame Aufgabe. „Kirche ist eine Komposition, die weitergeschrieben wird – und oft auch improvisiert“, sagte die Theologin. Gerade angesichts gesellschaftlicher Spannungen, Zukunftsängste und schwindenden Vertrauens könne Musik Menschen verbinden: „Musik und Gesang, der Zusammenklang der Stimmen, tragen zur Einheit der Herzen bei, überwinden Unterschiede zwischen den Menschen und vereinen alle im gemeinsamen Tun.“

„Gott klingt auch in unseren unfertigen Stimmen. In unseren Fehlern. Ja, auch in unseren Konflikten.“

Regionalbischöfin Marianne Gorka
Die Oberkirchenrätin Krüger bei der Einführung von Kai Schöneweiß in der Stadtkirche St. Marien Celle (Foto: Marianne Gorka)

Ansprechpartner für fünf Kirchenkreise

Die Regionalbischöfin ermutigte Schöneweiß, gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlich Engagierten in Celle und den Kirchenkreisen weiter an diesem „Klangraum für Gott“ zu bauen. Dabei gelte: „Gott klingt auch in unseren unfertigen Stimmen. In unseren Fehlern. Ja, auch in unseren Konflikten.“

Neue Aufgaben in Celle und im Fachbezirk Süd

Kai Schöneweiß wechselt nach zehn Jahren als Kreiskantor in Tostedt nach Celle. Die Arbeit mit Menschen aller Generationen präge ihn bis heute, sagte der neue Kirchenmusikdirektor: „Menschen musikalisch zu begleiten und zu erleben, wie sie in einer Gruppe gemeinsam an einer Aufgabe wachsen, ist meine Motivation.“

An der Stadtkirche St. Marien Celle übernimmt Schöneweiß die Leitung der Stadtkantorei Celle. Er folgt damit auf Stephan Doormann, der die Kantorei über viele Jahre geprägt hat. Schöneweiß möchte die gewachsene Tradition fortsetzen und zugleich neue künstlerische Wege öffnen: „Ich habe von meinem Vorgänger Stephan Doormann eine leistungsstarke Chorgruppe übernommen. Zusammen mit der Chorvertretung soll dieses Ensemble fit für die Zukunft gemacht werden.“

Als Kirchenmusikdirektor im Fachbezirk Süd des Sprengels Lüneburg übernimmt Schöneweiß außerdem fachaufsichtliche Aufgaben für die kirchenmusikalische Arbeit in fünf Kirchenkreisen. Im Mittelpunkt stehen für ihn Beratung, Vernetzung und die Sicherung einer lebendigen musikalischen Vielfalt vor Ort.

„Ich möchte für die Kirchenkreise ein kompetenter Ansprechpartner sein und gemeinsam Lösungen finden, wie Kirchenmusik vor Ort auch zukünftig von sich hören lässt.“

Kai Schöneweiß, Kirchenmusikdirektor Sprengel Lüneburg, Fachaufsichtsbezirk Süd
„Ich habe von meinem Vorgänger Stephan Doormann eine leistungsstarke Chorgruppe übernommen“, sagt Kai Scöneweiß (Foto: Marianne Gorka)

Musik als Türöffner für Glauben und Gemeinschaft

„Ich möchte für die Kirchenkreise ein kompetenter Ansprechpartner sein und gemeinsam Lösungen finden, wie Kirchenmusik vor Ort auch zukünftig von sich hören lässt“, sagte Schöneweiß. Im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen wolle er sich ausdrücklich „für die Bandbreite der Kirchenmusik“ einsetzen.

Für Schöneweiß kann Kirchenmusik Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen erreichen und ein Zugang zu kirchlichen Themen sein. „Kirchenmusik kann ein Türöffner für kirchliche Anliegen sein“, betonte er. Besonders wichtig sei es, Kinder früh mit Musik in Kirche und Gemeinde in Berührung zu bringen. Über Lieder ließen sich Glaubensinhalte emotional und unmittelbar vermitteln.

Zugleich gelte es, Menschen mit verschiedenen musikalischen Erfahrungen und Erwartungen ernst zu nehmen. „Wir müssen es schaffen, ohne uns selbst zu verbiegen, die Menschen bei sich selbst abzuholen“, sagte Schöneweiß. Wo Musik einen emotionalen Zugang eröffne, könne sie ein tragfähiges Fundament für die weitere kirchliche Arbeit schaffen.

Im Einführungsgottesdienst wirkten neben Regionalbischöfin Marianne Gorka unter anderen Andrea Burgk-Lempart, Superintendentin des Kirchenkreises Celle, Oberkirchenrätin Dr. Dorothee Arnold-Krüger,

Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel, die Celler Stadtkantorei unter Leitung von Kai Schöneweiß sowie die Celler Bläsergruppe mit. Die musikalische Gestaltung umfasste Werke von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Kirchenmusikdirektoren im Sprengel Lüneburg

Kirchenmusikdirektorinnen und Kirchenmusikdirektoren (KMD) übernehmen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die kirchenmusikalische Fachaufsicht für einen landeskirchlichen Fachaufsichtsbezirk. Sie beraten Kirchenkreise, Kirchengemeinden und Kirchenmusiker:innen in fachlichen und konzeptionellen Fragen, begleiten Stellenbesetzungen sowie Veränderungsprozesse und fördern Ausbildung, Fortbildung und Nachwuchs in der Kirchenmusik. Zudem vernetzen sie die Verantwortlichen für Kirchenmusik und stärken deren stilistische Vielfalt – von Chören und Orgelmusik über Bläserarbeit bis zu weiteren musikalischen Formen in Gottesdienst und Gemeinde.

Der Sprengel Lüneburg ist für die kirchenmusikalische Fachaufsicht in zwei Bereiche gegliedert:

  • Fachbezirk Nord: Kirchenmusikdirektor Dr. Ulf Wellner mit Sitz in Lüneburg ist für die Kirchenkreise im nördlichen Bereich des Sprengels zuständig.
  • Fachbezirk Süd: Kirchenmusikdirektor Kai Schöneweiß mit Sitz in Celle ist für die Kirchenkreise Celle, Gifhorn, Soltau, Walsrode und Wolfsburg-Wittingen zuständig. Neben der Fachaufsicht leitet er die Stadtkantorei Celle.

Die Fachaufsicht soll die kirchenmusikalische Arbeit vor Ort fördern, Kirchenmusiker:innen in ihrem Dienst begleiten und dazu beitragen, dass Kirchenmusik in den Gemeinden und Kirchenkreisen dauerhaft qualitätvoll und vielfältig gestaltet werden kann.

Kirchenmusikdirektor für den Fachaufsichtsbezirk Süd Kai Schöneweiß (Foto: privat)

Über Kai Schöneweiß

Kai Schöneweiß (*1988) ist Kirchenmusikdirektor (KMD) der Ev.-luth. Stadtkirche St. Marien in Celle. Aufgewachsen in Nordhessen, prägten ihn früh Chormusik, Akkordeonspiel und das Musizieren im Schulorchester. Nach prägenden C-Kursen an der Kirchenmusikakademie Schlüchtern studierte er von 2009 bis 2015 Kirchenmusik in Herford und schloss mit dem Master ab.

Von 2015 bis 2025 war er Kantor der Kirchengemeinde Tostedt und Kreiskantor im Kirchenkreis Hittfeld. Dort leitete er Chöre aller Altersgruppen und unterrichtete Orgel und Klavier. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit ist er Dozent für Chorleitung und Liturgisches Orgelspiel in Schlüchtern und engagiert sich als Vorsitzender des Berufsverbands Kirchenmusik in der Landeskirche Hannovers.

Seit Sommer 2025 leitet er die Kirchenmusik an St. Marien Celle und verantwortet die Fachaufsicht für die südlichen Kirchenkreise im Sprengel Lüneburg.


An der Stadtkirche 8
29221 Celle
Tel.: 05141-6595
E-Mail: kai.schoeneweiss@evlka.de

Web: www.stadtkirche-celle.de

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