Nach Stationen in Hannover und Großbritannien beginnt Viviann Bollmeier ihren Dienst in der Arbeit mit Konfirmand:innen und Jugendlichen. Im Interview spricht sie über prägende Erfahrungen, ihre Motivation – und darüber, warum Jugendarbeit für sie vor allem ein Raum für Gemeinschaft, Beteiligung und persönliche Entwicklung ist.
Frau Bollmeier, Sie kehren nach Stationen in Hannover und sogar Großbritannien nun bewusst „aufs Land“ zurück – was reizt Sie besonders an der Arbeit mit jungen Menschen?
Bollmeier: So bewusst war die Entscheidung für den ländlichen Raum gar nicht – sie hat sich eher ergeben. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf. An der Arbeit mit jungen Menschen begeistert mich vor allem, dass ich sie in einer prägenden Lebensphase begleiten darf. In der Jugendarbeit können sie ihre Stärken entdecken und Fähigkeiten entwickeln – fernab vom Leistungsdruck, den viele etwa aus der Schule kennen.
Sie haben Religionspädagogik und Soziale Arbeit studiert – wie möchten Sie diese beiden Perspektiven konkret in Ihrer Arbeit mit Konfis und Jugendlichen verbinden?
Bollmeier: Ich verstehe Konfi- und Jugendarbeit nicht nur als Ort der Wissensvermittlung, sondern als Lebens- und Beziehungsraum. Mir ist wichtig, dass Jugendliche hier Gemeinschaft erleben, sich einbringen können und Orientierung finden. Glaube wird für mich gerade dann greifbar, wenn er im Miteinander und im eigenen Erleben Raum bekommt.